Abfüllung der Frühtracht 2017

Der Ende Mai / Anfang Juni geerntete Honig hat jetzt einige Wochen im kühlen, dunklen Keller geruht und ist komplett ausgehärtet (kristalisiert).
Jetzt beginnt der zeitraubende Prozess aus Erwärmen, dem anschließenden Rührvorgang und dem abschließenden Abfüllen.
Ich erwärme den Honig im Wasserbad bei unter 40 Grad indem ich den Hobbock in einen Einkochtopf mit Wasser stelle. Dadurch wird der Honig langsam und schonend verflüssigt und da es bei unter 40 Grad geschieht, bleiben die wichtigen Enzyme im Honig erhalten und werden nicht zerstört. Würde ich den Honig stärker erhitzen, würde er auch flüßig bleiben, die gesunden Enzyme wären aber zerstört, übrigens zu sehen bei vielen Supermarkthonigen.
Ich rühre meinen Honig nur ein einziges Mal und nutze dazu den Rührstab „Rapido„. Hiermit habe ich gute Erfahrungen gemacht, der Honig wird schön cremig und ich muss nur einmalig für ca. drei Minuten rühren. Danach lasse ich den Honig nochmal für mind. zwölf Stunden ruhen, damit mögliche Luft nach oben steigen kann.
Zum Schluß wird das Ganze dann in 500g Gläser gefüllt. Ich benutze Twist-Off Gläser, weil sie mir optisch besonders gut gefallen. Nach einigen Tagen wird der Honig wieder etwas härter im Glas, behält aber seine cremige Konsistenz.
Ach ja, Etiketten müssen danach natürlich auch noch drauf.
Übrigens kann man bei diesem Vorgang auch erkennen, um welche Sorte von Honig es sich handelt. Der großteil meines Honigs ist klassische Frühtracht geworden, einige mit etwas mehr andere mit etwas weniger Rapsanteil.
Das kann man leicht an der Farbe erkennen, Rapshonig ist fast weiß, es läßt sich aber auch erschmecken. Ein Volk, welchem ich erst Mitte April den Honigraum gegeben habe, hat aber tatsächlich richtig schönen Rapshonig produziert.
Somit kann ich jetzt doch verschiedene Sorten anbieten 🙂

Frühtrachternte 2017

So, die erste Honigernte für 2017, die sogenannte Frühtracht, ist jetzt komplett in den Hobbocks. Meine vier Völker haben es auf insgesamt 84 Kilo gebracht. Ein meiner Meinung nach
überdurchschnittlich gutes Ergebnis. Vor allem wenn man sich das Wetter in den Monaten März bis Mai anschaut. Ist der März erstaunlich bienenfreundlich warm gestartet, konnte ich bei zwei Völkern
schon Mitte März die Honigräume aufsetzen. Die Bienen trugen zu dieser Zeit, vor allem Nektar der Weiden und der Schneeglöckchen in unserer Gegend ein. Vielleicht war auch etwas Nektar vom
Krokus mit dabei. Der April, eigentlich der Hauptmonat für die massenhafte Rapstracht, war bei uns völlig verregnet, sodass ich nicht glaube dieses Jahr Rapshonig anbieten zu können.
Aber wir werden sehen.
Der Mai hingegen war äußerst sonnig und die Bienen in diesem Monat ganz besonders fleißig, was vermutlich dann auch meine gute Ernte erklärt. Ich bin gespannt, was für einen Honig es
geben wird, wenn ich in einigen Wochen mit dem Abfüllen beginnen werde.